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Prolog

Du kennst sie, diese kleinen, feinen und verträumten Dörfer. Der Suchende trifft sie auf der ganzen Welt an. Sie liegen, versteckt von grünen Wäldern und umschlossen, umgeben von Bächen und Seen, inmitten von vergessenen Tälern. Die Landschaft erscheint dir so idyllisch, dass sie dich erschreckt. Du möchtest glauben, dass dort nur bodenständige, gute und friedliebende Menschen leben. Du hoffst, dass sie der Natur gleich sind; rauh, aber doch ernährend.
Doch tauchst Du tiefer in diese eigene, kleine Welt ein, so wirst du dir wünschen, es hätte dich niemals dorthin verschlagen. Der einzelne Mensch fühlt sich dort eingeengt und ausgestellt wie der sagenhafte Zyklop griechischer Heldensagen.
Nichts bleibt vor den Augen Deines Nächsten verborgen.. Oder etwa doch? Was geschieht, wenn einer im Dorf querschlägt und plötzlich anfängt, drauflos zu morden? Liefert man den Übeltäter aus? Oder lässt man den Dingen des Lebens, auch wenn sie vorsätzlich und in grausamster Vollkommenheit ausgeführt werden, einfach ihren Lauf?
Ein Mord wird moralisch verurteilt. Jeder Mensch, welcher in dieser Geschichte einen anderen tötet, kann nur verurteilt werden. Doch stelle ich eine Frage in den offenen Raum:
Gibt es Begebenheiten, welche ich als Aussenstehende gar nicht beurteilen kann und darf?
Und wenn ich es trotzdem tue, spreche ich dann nicht über Dinge, von welchen ich nichts verstehe?

Hier gehts weiter!

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